Andrea


Andrea… .ein sehr junges, armes Mädchen. Während unsere Jessica mit den anderen Hunden zum Spaziergang war, hat jemand die kleine Maus einfach vor der Tür des Refugios ausgesetzt.  Wir konnten die kleine, zarte Hündin schon in eine Pflegestelle geben und können berichten:

Diese kleine junge Podenca wirkt noch so jung, weil sie noch so unerfahren, so unschuldig ist. Sie erweckt den Verdacht, dass sie ziemlich umweltarm und  geräuscharm irgendwo lebte, eher vegetierte…denn Leben heißt teilnehmen, Erfahrungen sammeln, emotional stark und selbstbewusst werden, dies durfte sie in ihren ersten Lebensmonaten jedenfalls nicht erfahren. Nun ist sie auf einer Pflegestelle und bekommt täglich viele Inputs, die sie mit großen Augen und offenen Ohren aufnimmt und verarbeiten muss. Sie können sich vorstellen, dass dieses DaSEIN, was sie jetzt erlebt und erfährt  für sie aufregend und auch anstrengend ist. Andrea benötigt deshalb mehr Ruhepausen, gerne mit einem Kuschelpartner, an den sie sich anlehnen darf und somit in die Entspannung kommt. Wir wünschen uns für sie ein ruhiges, beständiges, verständnisvolles Umfeld, wo sie zwar gefordert, aber nicht überfordert wird.  Und diesen Unterschied müssen sie erkennen und dementsprechend agieren. Ihre Pflegestelle leistet bereits wertvolle Vorarbeit, die sie dann als ihre neuen Menschen selbstverständlich weitermachen.  Dieses kleine Herz möchte man gerne mal auf den Schoss nehmen und einfach nur halten…machen sie es, es wird euch beide wertvoll sein.

 

Entgegen den ersten Bedenken, dass Andrea blind ist, wurde nach Vorstellung in einer Augenklinik festgestellt:

Andrea ist definitiv nicht blind. Es liegen dezente Veränderungen an der Netzhaut vor, die aber derzeit ganz minimal sind. Daher wird es in 2 Monaten noch mal eine Untersuchung geben, um festzustellen, ob eine Erkrankung der Netzhaut vorliegt oder nicht.

Es könnte sich auch um einen Gendefekt handeln, der auch bei Siam-Katzen vorkommt und das Tier ein *anderes räumliches Sehen* hat.

Update:

Andrea macht kleine Fortschritte in ihrer Pflegestelle. Gemeinsam mit dem Rudel hüpft sie freiwillig ins Auto, geht mittlerweile auch gerne Gassi, bewegt sich selbstständig über eine Treppe in den Garten, ist stubenrein und ließ sich erstmals auf freiwillig von Pflegemama anfassen. Wobei sie draußen derzeit mehr Vertrauen hat, als im Haus.

Im gesicherten Auslauf zeigt sie wahre Lebenslust und springt mit den anderen Hunden umher, bewegt sich auch vorsichtig zwischen den Menschen, holt sich beim Gassi Leckerchen von Pflegefrauli ab und lässt sich gern mal das Gesichtchen streicheln. Es geht voran…nun muss sie nur noch ihr zu Hause finden – mit Hundekumpels und auch der Möglichkeit sich mal auszutoben. Von dem kleinen Angstbündel ist – zumindest draußen – nicht mehr so viel zu sehen.

 

Ihre zukünftige Familie sollte unbedingt einen 1. Hund besitzen, sowie Geduld und Verständnis für die kleine Seele aufbringen, sie nicht  bedrängen und einfach von selbst kommen lassen. Es muss klar sein, dass dieses eine Zeit dauern kann.

 

Pflegestelle in 66989 Höhfröschen

 

Alter: geb. Januar 2018

Rasse: Podenco

Größe: ca. 30-35cm

Info: geimpft, gechipt, kastriert, Mittelmeercheck negativ

Besondere Eigenschaften:  Augenzustand in Beobachtung

Betreuer: Birgit Roeder   Tel.: 0173/3059519  Mail.: birgitroeder69@gmail.com

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